Lass Schnecken leben?

Die Trockenperiode ist vorbei, es regnet wieder. Da es nun aber Frühling ist und dazu noch feucht, muss das Unausweichliche geschehen: Die Schnecken kehren zurück!

Generationen von Gärtner plagen sich an diesen Plagegeistern ab, und trotzdem schaffen es die Viecher an den Salat oder den Kürbis zu kommen. Was lässt man sich nicht alles einfallen, um diesem Problem beizukommen: Bierfallen, Schneckenkorn, Köder, Gift…

Zuerst einmal sollte man wissen, wen man beseitigen möchte. Denn nicht alle Schnecken sind böse Schädlinge. Es gibt solche, die einfach abgestorbene Blätter und dergleichen essen, während die andern es auf das zarteste Grün abgesehen haben. Gehäuseschnecken stellen für mich im Garten kein Problem dar. Sie vermehren sich nicht außergewöhnlich schnell, noch zielen sie in besonderem Maße auf meine Nutzpflanzen ab. Sie gehen auch ziemlich schnell kaputt, wenn man auf sie tritt.

Die Weinbergschnecke (Helix pomatia), die es hier häufig gibt, da Weinbaugebiet, ist sowieso geschützt und darf nicht vernichtet werden. Sie macht auch keine großen Schäden, was ich bisher erlebt habe.

Das hier ist eine Hainbänderschnecke (Cepaea nemoralis), was an der dunklen Mündung des Schneckenhauses erkennbar ist. Sie stellen auch kein großes Problem dar. Dieses Individuum besitzt die, meiner Meinung nach, schönste Farbvariation: rosenfarben. Was auf dem Foto aber nicht so schön zur Geltung kommt.

Schlimme Schädlinge, die einzigen, ernsthaften im Garten, sind dieNacktschnecken, und zwar die gefürchtete Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) und die Gartenwegschnecke (Arion hortensis), diese winzig kleinen Plagegeister. Einmal bin ich im Kompost auf zwei schöne Exemplare des Tigerschnegels (Limax maximus) gestoßen, die keine Schädlinge sind, sondern sogar andere Nacktschnecken fressen, und dazu nicht eklig schleimig und wie Kacke aussehen.

Was ich mit den Nacktschnecken mache: Ich nehme heißes Wasser in einer Thermoskanne von zuhause mit, sammle die Schnecken im Garten und übergieße sie mit dem Wasser. Die toten Schnecken werfe ich dann auf den Kompost. Früher habe ich sie im Wald ausgesetzt, aber von dieser Methode bin ich abgekommen, da es das Problem nicht löste, sondern nur verschob (auf die Gärten am Waldrand). Die Schnecken zu zerschneiden finde ich ekliger und Gifte, auch wenn sie als biologisch abbaubar gelten, kommen nicht in Frage.

Und zum Schluss noch, was sich im Garten tut:

Die Radieschen (Cherry Bell)…

… und der Salat (verschiedene Sorten) sind gekeimt! Keimdauer: +7 Tage

Grüne Grüße!

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