And the winner is…

Ich habe dieses Jahr eine besondere Art von Bohnen in meinem Garten angebaut. Sie werden Nuña genannt und stammen aus den südamerikanischen Anden. Sie haben eine ganz besondere Eigenschaft: sie können wie Popcorn gepoppt werden. Das Poppen verkürzt ihre Zubereitungszeit enorm, was in den Anden, wo Feuerholz rar ist, ausserordentlich wichtig sein kann. Das Problem, weshalb sie keine weitere Verbreitung gefunden haben, ist, dass sie auf die Tageslänge empfindlich sind. Es sind Kurztagpflanzen, die nur blühen, wenn die Tage kurz sind; das liegt daran, dass sie in Äquatornähe wachsen, wo die Tage stets gleich lang sind. In äquatorfernen Breitengraden, beginnen sie erst im Herbst zu blühen. Das macht es praktisch unmöglich, sie mit Erfolg anzubauen. Ich habe mir deshalb Sorten gesucht (aus der CIAT-Genbank), die möglichst weit vom Äquator angebaut worden sind. Um niemandem irgendwelche Hoffnungen zu machen, ich habe keine Sorte gefunden, die nicht tageslängensensitiv ist. Es ist mir aber geglückt, sage und schreibe ganze 3 (!) Bohnenkerne zu ernten, die einigermassen keimfähig aussehen:

Nun stellt sich die Frage, um welche Sorte es sich handelt. Ich muss zugeben, ich weiss es nicht. Sie sieht keiner der angepflanzten Sorten ähnlich. Die einzige schwarzgesprenkelte Bohne auf weissem Grund ist „K’Opuru Rackaypampa“, und die sieht doch ziemlich anders aus. Wahrscheinlich war es keine reine Sorte.

Natürlich habe ich auch viele nichtkeimfähig Bohnen geerntet. Einerseits von derselben Sorte wie die keimfähigen:

(Die oberen Drei sind die hoffentlich keimfähigen)

Andererseits ein paar von der Sorte „Nuña En Quiroga“:

Die erste Sorte hat dem ersten leichten Frost etwas standhalten können, die zweite hat’s schwerer erwischt, wodurch sie nicht mehr ausreifen konnte. Von den restlichen Nuña-Sorten konnte ich gar nichts ernten. Aber eine (Nicht-Nuña) Sorte, die ich aus derselben Genbank bezogen habe, hat ordentlich Ertrag (zumindest für die Nachzucht) abgeworfen:

„Broz Fizol“ ist eine Feuerbohnensorte aus Slowenien und hat deshalb kein Problem mit der Tageslänge gehabt. Mir gefällt sie ungemein; wenn man sie frisch, aber schon trocken erntet, ist sie noch schön blau gesprenkelt. Danach wird es eher ein Grau, aber immer noch sehr schön. Wer will, kann ein paar davon haben, er/sie soll sich ruhig melden.

Wer die restlichen Sorten aus der Genbank sehen und vergleichen will, folgt diesem Link: https://lassleben.wordpress.com/2011/04/10/lass-uns-gen/

Grüne Grüsse!

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