Lass uns auf 2011 zurückblicken!

Ein Resümee zum Jahr 2011. In diesem Artikel möchte ich die einzelnen Pflanzen, die ich im letzten Jahr angebaut habe, genauer betrachten und beurteilen, wie sie gewachsen sind und wieviel Ertrag sie ergeben haben.

Amarant: Sorte „Goldkorn“. In Mischkultur mit Kürbis. Ich war mit der Mischkultur nicht ganz zufrieden; der Kürbis wurde vom Amarant überwuchert (nicht umgekehrt), und hat zu wenig Licht bekommen. Ich habe dieses Jahr besser auf die Schnecken aufgepasst, so dass der Amarant relativ ungestört wachsen konnte. Der Amarant hat dann auch eine gute Ernte gegeben. Verbesserung: Ein anderer Mischkulturpartner.

Andenlupine: Sorte „Pink Pearl“, „K’ayra“, „Sowjet“, „Chocho“. In Mischkultur mit Kohl. Ich habe die Andenlupinen letztes Jahr zum ersten Mal angebaut. Sie sind schneckenanfällig. Die Mischkultur ging einigermassen, aber vor allem weil nicht alle Andenlupinen gekeimt sind. Beides sind grosse Pflanzen, weshalb es keine besonders günstige Kombination ist. Die Andenlupinen wurden von Mehltau befallen. Verbesserung: Schneckenschutz, neuer Mischkulturpartner.

Bohnen: Nuña-Sorte „K’Opuru Aiquile“, „K’Opuru Rackaypampa“, „Nuña En Quiroga“, „Nuña Huevo De Huanchaco“, „Nuña Vaquita Rosada“. Feuerbohnensorte „Broz Fizol“. Normale Stangenbohnensorte „Pintado Morado“. In Mischkultur mit Mashua, welche aber überhaupt nicht gekeimt ist. Die Nuña-Sorten waren wie erwartet auf die Tageslänge empfindlich und haben erst sehr spät zu blühen begonnen. Die Pflanzen waren aber trotzdem überaus vigorous. Keimfähige Bohnen habe ich nur von der Sorte „K’Opuru Rackaypampa“ erhalten. Die Feuerbohnensorte hat, da sie aus Europa stammt, einen zufriedenstellenden Ertrag ergeben. Die Stangenbohnensorte „Pintado Morado“, welche aus Peru stammt, war auch empfindlich auf die Tageslänge und hat keinen Ertrag gegeben.

Erbsen: Sorte „Kapuziner“ und „Hälsinge Gråärt“. In Mischkultur mit Mohn. Diese Mischkultur hat gut funktioniert. Dieses Jahr musste ich Saatgut gewinnen (was ich in den letzten Jahren leider unterlassen habe). Die Erbsen sind eigentlich ganz zuverlässig. Die Ernte war aber etwas schwächer als andere Jahre, von der neuen Sorte „Hälsinge Gråärt“ konnte ich nur eine kleine Menge für Erhaltungszwecke ernten. Der Erbsenwickler war wie immer ein Problem. Verbesserung: Herbstaussaat

Erdbeeren: Sorte „Dufterdbeere von Dresden“. Mischkultur mit Karotten und Knoblauch. Wie erwartet, gab es noch keine richtige Ernte (im ersten Jahr der Pflanzung).

Haferwurz: Sorte „Zollinger“. In Mischkultur mit Lein. Die Mischkultur liess zu wünschen übrig. Der Haferwurz ist aber gut gewachsen. Die Ernte war aber nicht besonders gut; die Wurzeln sind dünn geblieben. Ich werde den Haferwurz wohl aufgeben.

Hanf: Sorte „Nordkorea“, „Forose“, „Eletta Campana“. In Mischkultur mit Senf. Der Senf überwucherte den Hanf, daher ein schlechter Mischkulturpartner. Die verschiedenen Sorten wuchsen letztendlich doch relativ gut. Ich konnte viele Samen ernten und auch viele wirksames Kraut. Trotzdem dass es Nutzhanfsorten waren, war reichlich THC in ihnen.

Jaguarblume: Namenlose Sorte. In Mischkultur mit Pastinaken. Ich werde beim nächsten Mal eine andere Mischkultur ausprobieren. Die Pflanzen sind relativ gut gewachsen. Etwas anfällig auf Nematoden. Ich konnte viele Samen ernten und werde sie entsprechend aus Samen ziehen (zuvor habe ich sie aus Zwiebeln gezogen). Sie haben schön geblüht.Die Zwiebeln sind dann zum Essen auch ganz anständig.

Karotten: Sorte „Küttiger“, „Gniff“. Mischkultur mit Knoblauch und Erdbeeren. „Küttiger“ hat wie letztes Jahr eine sehr gute Ernte geliefert. „Gniff“ hingegen nicht besonders.

Kartoffeln: verschiedene Sorten, darunter „Desirée“. In Mischkultur mit Saubohnen. Dieses Mal sind die Saubohnen weniger gut gekommen, dadurch war die Kartoffelernte recht gut. Verbesserung: Neue Mischkultur.

Kichererbsen: Braunsamige Sorte. In Mischkultur mit Mais. Anfangs schienen die Kichererbsen gut zu gedeihen. Als der Mais jedoch grösser wurde, wurden sie dadurch beschattet. Sie fruchteten relativ schlecht. Geringe Ernte. Kichererbsen werde ich aufgeben.

Knoblauch: Sorte aus dem Supermarkt. In Mischkultur mit Karotten und Erdbeeren. Den Knoblauch musste ich notgedrungen ernten. Er wurde nämlich von einem Schimmelbefall dahingerafft und ist schon im Mai gelb geworden. Verbesserung: Andere Sorte.

Kohl: Sorte „Topas“, „Heller Butterkohl“. In Mischkultur mit Andenlupinen. Mit Kohl hatte ich bis jetzt einfach kein Glück. Ich konnte ein wenig davon ernten, aber die Köpfe blieben alle relativ klein und wurden ständig von den Schnecken überfallen.

Kürbis: Sorte „Feigenblattkürbis“, „Futsu Black“, „Schwammkürbis“. In Mischkultur mit Amarant. Der Amarant hat den Kürbis überwuchert. Zusätzlich hat es immer geregnet, wenn der Kürbis blühte. Die Früchte sind dann bald wieder abgefallen. Ich konnte keinen einzigen Kürbis ernten. Verbesserung: Anderer Mischkulturpartner.

Lein: Sorte „Nordafrika“. In Mischkultur mit Haferwurz. Der Lein ist extrem schnell gekeimt, wurde dann aber von den Schnecken gefressen. Ich konnte nur wenig davon ernten. Den Lein gebe ich auf.

Linsen: Sorte „Beluga“. In Mischkultur mit Mais. Wurden vom Mais beschattet. Die Ernte war aber, entgegen meinen Erwartungen, besser als die von den Kichererbsen. Linsen gebe ich auf.

Mais: Sorte „Rheintaler Ribel“, „Nordafrika“. In Mischkultur mit Linsen und Kichererbsen. Die Mischkultur war nicht optimal (siehe oben). Der Mais ist aber gut gewachsen und hat eine gute Ernte geliefert. Ich werde wohl noch einen Artikel schreiben, was ich mit der Ernte gemacht habe.

Mohn: Sorte „Graumohn Österreich“. Mischkultur mit Erbsen. Diese Mischkultur hat gut funktioniert. Der Mohn ist gut gewachsen und die Ernte war anständig.

Pastinaken: Sorte „Halblange“. In Mischkultur mit der Jaguarblume. Die Mischkultur ging einigermassen. Die Ernte war gut. Ich mag Pastinaken, ich finde diese Sorte aber etwas langweilig.

Radieschen: Sorte „Cherry Bell“. In Mischkultur mit Salat. Gute Mischkultur. Die Sorte hat sich mit der Zeit (ich züchte sie schon seit Beginn meiner „Karriere“ als Gärtner an) ziemlich verändert. Es gibt nicht nur die schönen hellroten runden, sondern auch dunkelrote und violette Exemplare. Die Ernte war sehr gut.

Salat: Sorte „Brauner Trotzkopf“, „Venezianer“. In Mischkultur mit Radieschen (siehe oben). Die Ernte war gut, sie litten aber etwas an der Trockenheit im Frühling.

Saubohnen: Verschiedenste Sorten. In Mischkultur mit Kartoffel. Die Saubohnen haben die Trockenheit im Frühling überhaupt nicht gut vertragen. Ich konnte trotzdem einige Bohnen ernten.

Senf: Sorte „Schwarzer Senf“. In Mischkultur mit Hanf. Der Senf wuchs problemlos. Er wurde dann aber von kleinen, schwarzen Käfern befallen, sodass ich praktisch nichts ernten konnte. Diesen Senfart gebe ich auf.

Spinat: Sorte „Bordeaux“. In Mischkultur mit Tomatillo. Es war eingentlich keine richtige Mischkultur, der Spinat war schon verblüht, als ich die Tomatillos pflanzte. Aber die Ernte war gut, und es ist eine sehr schöne Sorte.

Tomatillo: Sorte „Zollinger“. In Mischkultur mit Spinat (siehe oben). Die Ernte war etwas schwächer als auch schon. Aber Tomatillos sind dennoch recht zuverlässig.

Wenn jemand Fragen hat zu einer bestimmten Nutzpflanze hat, soll er/sie ruhig fragen.

Grüne Grüsse!

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