Let’s get up to date!

Der Sommer hat begonnen. Und wir wissen alle, was das bedeutet. Nicht nur in der Badeanstalt, auch im Garten herrscht Hochsaison. Für den Gärtner eigentlich weniger, da die Beete hergerichtet und gefüllt sind. Die meiner Meinung nach mühseligste Arbeit im Garten haben wir erledigt. Die Pflanzen hingegen legen erst jetzt so richtig los mit Wachsen, Blühen und Fruchten:

Die frühen Erbsen reifen aus. Zum Beispiel diese Sorte, mit der ich äusserst zufrieden bin. Sie heisst „Gotländsk Blåärt“ und ist eine typische blauschotige Erbse hinsichtlich Körner- und Schotenfarbe und Hochwüchsigkeit. Sie unterscheidet sich nur dadurch, dass sie viel früher blüht und fruchtet als meine herkömmliche Sorte „Kapuziner“ und zuverlässiger keimt als meine dritte blauschotige Sorte „Aneby Blåärt“, die genauso früh wäre.

Ich bin übrigens eifrig am Kreuzen bei den Erbsen – das sieht man zB im Bild an der markierten Erbsenschote. Es ist viel leichter als man sich das vorstellt. Ich habe immer das Gefühl, ich würde die Blüte zu unsanft behandeln, so dass sie kaputt geht. Aber es hat bisher immer geklappt!

Die Kürbisse, Melonen und Caigua (auch Kaywa, bot. Cyclanthera pedata) sind sehr schön gekeimt. Die Kaywa-Pflanzen wachsen sehr gut und scheinen vielversprechend zu sein. Kaywa ist ein Kürbisgewächs aus den Anden. Die ganze Pflanze ist essbar, von den Blättern, über die Früchte, bis zu den Samen. Die Früchte werden wie Gurken gegessen, sind aber hohl, weshalb sie gut zum Füllen geeignet sind.

Sommerzeit bedeutet auch Blütenzeit. Einer der schönsten und pflegeleichtesten Blütenpflanzen ist der Punktierte Gilbweiderich (Lysimachia punctata).

Dieses Jahr bin ich besonders stolz auf eine Entdeckung oder Erfindung (oder wie man das nennen will) von mir: Die Mischkultur von Hanf und Andenlupine. Sie werden beide zur gleichen Zeit gesät, sind beide relativ grosse Pflanzen und halten sich somit gegenseitig im Zaum, und sie wachsen bisher sehr gut zusammen.

Die Andenlupinen beginnen übrigens bald zu blühen.

Auch der Mais wächst sehr gut in Mischkultur mit der Stangenbohne. Ich habe aber die Befürchtung, dass die Bohnen den Mais überwuchern könnten. Das war beim Mais als Mischkulturpartner sonst immer der umgekehrte Fall. Hier heisst’s: abwarten.

Nachdem die früheste Mohnsorte schon längst verblüht ist, beginnen nun auch die restlichen Sorten, die ich dieses Jahr teste, zu blühen. Die Sorte auf dem Bild hat typsche Schlafmohnblüten, weshalb ich sie noch nicht bestimmen kann, um welche Sorte es sich handelt. Das wird sich erst bei der Ernte der Samen klären  – ich habe nämlich vergessen, die Pflanzen zu markieren.

Dieses hübsche Kerlchen habe ich an einer Leinkrautpflanze entdeckt. Es handelt sich um die Raupe einer Möndcheneule (Calophasia lunula), dessen Raupen sich – man darf raten – auschliesslich von Leinkraut sp. ernähren.

Eine weitere Mischkultur, bei der’s rund läuft, ist die Mischkultur zwischen Amarant und Tomatillo. – Ich habe gerade bemerkt, dass die Hälfte der Pflanzenarten, die ich dieses Jahr anbaue, aus den Amerikas stammen:)

Zum Schluss wenigstens noch eine Art aus heimischen Gefilden: Ein schöner, stinknormaler Salat. Die Sorte heisst „Brauner Trotzkopf“, die ich schon seit ein paar Jahren anbaue, und die inzwischen grösstenteils keine Köpfe mehr ausbildet. So kann Züchten schiefgehen. Ich finde dieses Exemplar trotzdem schön, und werde davon Samen holen.

Grüne Grüsse!

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