Lass es endlich keimen!

Alles blüht, keimt und wächst später als in den vorherigen Jahren. Dank dem warmen Wetter in den letzten Wochen hat sich aber einiges getan. So konnte ich zum ersten Mal die Pfirsichblüte beobachten, an einem Pfirsichbaum, den ich vor drei Jahren aus einem im Kompost gekeimten Pfirsich(oder Nektarinen-)kern gezogen habe. Der Baum ist letzten Oktober aber arg in Mitleidenschaft gezogen worden, als sein Leitast unter der Last des frühen Schnees abgebrochen ist. Trotzdem blüht er nun:

PfirsichblüteDie Erbsen sind deutlich im Rückstand. Sie keimen erst jetzt:

ErbseDer Knoblauch hingegen hat sich schon länger gezeigt. Gesetzt habe ich ihn im Herbst:

KnoblauchEine interessante Nutzpflanze ist die Quamash, welche von den Indianern im Nordwesten der heutigen USA angebaut wurde. Ich habe im Herbst einige Zwiebeln der Camassia cusickii gepflanzt, welche recht früh gekommen sind und dem Garten ein wenig Grün gegeben haben. Die Zwiebeln waren übrigens riesig, leider handelt es sich hier aber um eine offenbar weniger schmackhafte Spezies. Die wohlschmeckenste Spezies, Camassia quamash, habe ich letztes Jahr vergeblich versucht, aus Samen zu ziehen.

QuamashEine positive Überraschung in diesem Frühjahr ist die Quirl-Malve (Malva verticillata). Bei dieser Malvenart werden die Blätter gegessen. Überraschend war, dass sie sehr schnell gekeimt ist und von den Schnecken in Ruhe gelassen wird. Ich habe sie eigentlich lediglich als einen möglichen Kreuzungspartner für die Australische Malve (Malva preissiana) vorgesehen und war nicht besonders hoffnungsvoll, dass daraus was wird. Jetzt bin ich aber gespannt:

Quirl-MalveUnd hier noch ein Bild von einer Pflanze, bei der ich nicht mehr aus dem Schwärmen komme. Die Reichardia picroides stammt aus dem Mittelmeerraum, ist mehrjährig, winterhart und wird von den Schnecken nicht beachtet. Verwendet wird sie als Salatpflanze und eins kann ich euch sagen, die Blätter schmecken super! Sie sind süss, überhaupt nicht bitter, nussig und teilen den etwas chemischen Geschmack von anderen Körbchenblütlern wie Haferwurz und Löwenzahn, aber nur als angenehmen Hauch. Einziger Minuspunkt ist, dass man nach meiner bisherigen Erfahrung im ersten Jahr noch nicht viel ernten kann. Durch ihre helle Farbe lässt sich die Reichardia übrigens recht gut von Unkräutern unterscheiden, die ihr ähneln, wie die Gänsedisteln (und natürlich auch dadurch, dass sie nicht bitter ist).

ReichardiaGrüne Grüsse!

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