Lasst uns das Urheberrecht verletzen!

Wenn man über das Internet Bilder, Texte, Videos etc. publiziert, kann es vorkommen, dass diese von anderen Leuten ohne Einwilligung und ohne Kenntnis des Urhebers/der Urheberin für irgendetwas verwendet, bearbeitet oder schlimmstenfalls als das eigene Werk ausgegeben wird. Das habe ich zugegebenermassen selber bei Schularbeiten getan (Stichwort: Wikipedia). Der umgekehrte Fall, dass von mir Sachen geklaut werden, ist mir bis jetzt noch nicht vorgekommen. Bis jetzt.

In der letzten Ausgabe des Magazins „umwelt“ vom Schweizer Bundesamt für Umwelt bin ich auf dieses Bild gestossen:

indexUnd ich wusste sofort, dass es sich um ein Bild von mir handelt. Hier der Beweis:

Kartoffeln2Das Bild habe ich nach der Kartoffelernte 2011 hochgeladen.

Natürlich wird das keine Konsequenzen haben. Ich bin kein Anhänger von geistigem Eigentum (und allgemein nicht vom Privateigentum); obwohl es mir lieber wäre, dass man es mir mitteilen würde, wenn man etwas von mir benutzen will.

Ich fand es eigentlich nur lustig, vor allem weil das Bild überhaupt nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun hat und natürlich auch, dass es in einem Medium der ehrwürdigen Schweizer Regierung publiziert wurde.

Auf der anderen Seite macht dieser Vorfall deutlich, weshalb ich meine Privatsphäre so weit wie möglich aus dem Internet heraushalte. Jede/r hat Zugang zum Internet, dh jede/r kann auch eine ganze Menge über einen herausfinden, wenn man nicht vorsichtig ist.

Grüne Grüsse!

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2 Kommentare zu „Lasst uns das Urheberrecht verletzen!“

  1. Irgendwie schon lustig. Ich habe auch schon Bilder von mir woanders und völlig aus dem Zusammenhang gerissen entdeckt. Seitdem mache ich (meist) ein copyright drauf. Aber auch nicht immer. Du hast recht: es wäre nett gewesen, gefragt zu werden. Dafür wissen wir jetzt auch, daß die Praktikanten (?) in der Schweiz genauso auf Bildsuche gehen, wie jeder andere auch …

    1. Interessant ist auch, dass bis auf dieses Bild alle Bilder im Magazin mit einer Quellenangabe (mindestens ein „zur Verfügung gestellt“) gekennzeichnet sind. Falls es der Autor selber war, der das Bild für seinen Artikel „zur Verfügung gestellt“ hat, war es kein Praktikant, sondern ein Doktor (of Science).
      Ein Copyright will ich nicht auf meine Bilder tun; bei mir kann sich jede/r nehmen, was sie/er will, wenn er/sie fragen würde.

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